Akustik Teil 3: Maßnahmen für positives Wirken von Akustik im Büro

Die Sinneswahrnehmung läuft über das Schema: Reiz, Bewertung, Empfindung ab. Die Empfindung entscheidet über Höchstleistung oder Defizit durch Lärm. (Siehe Teil 1)

Das Lärmempfinden steigt

(mit Büroplanung, Büroausstattung nicht beeinflussbar):

  • durch Krankheit, schlechte Konstitution
  • im Fall von Müdigkeit
  • bei zeitlicher Überschreitung des Erträglichen
  • durch Rücksichtslosigkeit und Absicht
  • bei Einwirkung von außen, wenn kein Einfluss auf die Lärmquelle besteht

(mit Büroplanung, Büroeinrichtung beeinflussbar):

  • bei hohen Lautstärken
  • durch Menge und Häufigkeit von Verursachern akustischer Störungen
  • durch räumliche Nähe zur Geräuschquelle
  • wenn Fremdgespräche zu verständlich ankommen (Sprachverständlichkeit)
  • wenn die Lärmverursacher nicht die „eigenen“ sind (fremder Drucker, allgemeiner Kopierer)
  • bei Konzentrationsarbeit
  • wenn die Aufgabe einen hohen Anteil Diskretion oder Repräsentation enthält
  • bei falscher Auswahl von Oberflächenmaterialien (Hallraum)


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Akustik Teil 2: Konsequenzen akustischer Störungen im Büro

Das Ohr steht über allem! Als Prioritätssinn blockiert es alle anderen Informationen. Sie können gerade essen (schmecken), lesen (sehen), oder andere Sinne bemühen, ein Ton bringt Sie raus. Das Ohr schläft nie. Die klare Dominanz nimmt dabei die Sprachverständlichkeit ein, denn unser Gehirn versucht den Inhalt eines Gespräches zu verstehen, auch wenn es gar nicht für uns bestimmt ist. Wir speichern den gehörten Text aber nicht den gerade gelesenen.


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Akustik Teil 1: Akustik im Büro (verstehen!)

Um sich dem Thema Akustik im Büro zu nähern, muss man vom Schreibtisch abschweifen und kurz in die Biologie wechseln. Wir Menschen haben fünf Sinne, die uns bei der Wahrnehmung der Umwelt (Bürowelt ?) helfen und uns vor Gefahren warnen wollen.

Sie sind lebenswichtig um auf Informationen zu reagieren. Dies findet körperlich immer nach dem selben Schema statt: Wir nehmen einen Reiz wahr (Ton), bewerten ihn über das Gehirn (mein Telefon!),  und lösen eine Empfindung oder Reaktion aus (Hörer abnehmen!). Ein Beispiel aus dem Alltag: Sie werden durch ein lautes Signal aus dem Schlaf geweckt (Reiz). Sie stellen fest draußen tobt ein Gewitter (Bewertung). Sie stehen auf und schließen das Fenster, es könnte Gefahr drohen und sie möchten weiterschlafen (Empfindung/Reaktion). Beim Auge ist das Licht der Reiz, die Farbe die Bewertung und z.B. „Geborgenheit“ die Empfindung.


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