Akustik Teil 3: Maßnahmen für positives Wirken von Akustik im Büro

Die Sinneswahrnehmung läuft über das Schema: Reiz, Bewertung, Empfindung ab. Die Empfindung entscheidet über Höchstleistung oder Defizit durch Lärm. (Siehe Teil 1)

Das Lärmempfinden steigt

(mit Büroplanung, Büroausstattung nicht beeinflussbar):

  • durch Krankheit, schlechte Konstitution
  • im Fall von Müdigkeit
  • bei zeitlicher Überschreitung des Erträglichen
  • durch Rücksichtslosigkeit und Absicht
  • bei Einwirkung von außen, wenn kein Einfluss auf die Lärmquelle besteht

(mit Büroplanung, Büroeinrichtung beeinflussbar):

  • bei hohen Lautstärken
  • durch Menge und Häufigkeit von Verursachern akustischer Störungen
  • durch räumliche Nähe zur Geräuschquelle
  • wenn Fremdgespräche zu verständlich ankommen (Sprachverständlichkeit)
  • wenn die Lärmverursacher nicht die „eigenen“ sind (fremder Drucker, allgemeiner Kopierer)
  • bei Konzentrationsarbeit
  • wenn die Aufgabe einen hohen Anteil Diskretion oder Repräsentation enthält
  • bei falscher Auswahl von Oberflächenmaterialien (Hallraum)

Geeignete Maßnahmen wirken diesen Störungs-Auslösern entgegen:

  • Lautstärken verringern, neue Geräusch arme Technik einsetzen, Regeln aufstellen
  • Tatsächlich benötigte Anzahl Arbeitsgeräte überprüfen und bündeln/reduzieren
  • durch z. B. Stellwandsysteme abgeschirmte Technikpools bilden
  • Standorte der Schallquellen überprüfen, neu zuordnen
  • Sprachverständlichkeit durch spezifischen Einsatz der Büromöbel und deren Oberflächen reduzieren
  • Sprachverständlichkeit/Kommunikation nur dort ansiedeln wo es zur Aufgabe passt/ Kommunikationsräume anbieten
  • die Büroraumstruktur überdenken, der Arbeitsaufgabe anpassen, Mischformen bilden, Arbeitsplatzlayout verbessern
  • bei Konzentrationsarbeit kleinere Einheiten bilden und für Abschirmung sorgen
  • der Nachhallzeit aufgrund harter Oberflächen durch Absorbermaterialien an wirkungsvollen Stellen entgegenwirken
  • heraus filtern der je nach dem auftretenden hohen, mittleren, oder tiefen Töne mit entsprechenden Absorbern oder Resonatoren. Hilfe von Fachleuten

Zu Teil 1: Akustik im Büro (verstehen!)
Zu Teil 2: Konsequenzen akustischer Störungen im Büro

 
 
 

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